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»Ich glaube, dass Gott uns so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen«

Vor 75 Jahren wurde der lutherische Theologe Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet. Er war Teil einer Gruppe, die Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. Florian Schmitz hat ein Bonhoeffer-Zitat ausgelegt, das ihm in diesen Zeiten viel bedeutet
von Florian Schmitz vom 09.04.2020
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Ein letztes Bild: Dietrich Bonhoeffer im Hof des Wehrmachtuntersuchungsgefängnis in Berlin-Tegel im Sommer 1944 (Fotomontage; Publik-Forum; Fotos: photocase.de/don limpio; PA/akg)
Ein letztes Bild: Dietrich Bonhoeffer im Hof des Wehrmachtuntersuchungsgefängnis in Berlin-Tegel im Sommer 1944 (Fotomontage; Publik-Forum; Fotos: photocase.de/don limpio; PA/akg)

An der Wende zum Jahr 1943 hat Bonhoeffer diese Zeilen verfasst. Sie entstammen einem für den engsten Kreis der Verschwörer bestimmten »Rechenschaftsbericht«. Mehr als 75 Jahre sind seitdem vergangen. Und dennoch vermögen Bonhoeffers »Glaubenssätze« auch uns Heutige noch anzusprechen. Sie können uns herausfordern, unsererseits Rechenschaft abzulegen über das, was sich uns derzeit in unserer Welt als gemeinsame Erfahrung und Erkenntnis aufdrängt: Was gestern noch sicher schien, ist es heute nicht mehr. Von einem auf den anderen Tag finden wir uns in einer weltweiten Krise wieder. Was für einen Halt kann da der Glaube an einen Gott geben, der die Angst vor der Zukunft nimmt und selbst »aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen kann und will«.

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