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Ich bin der Dorfbrunnen

von Marika Stede
vom 23.04.2020
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ich bin der dorfbrunnen
verwunschen vor mich hinplätschernd
gleichmäßig ohn’ unterlass …
doch, wo blieb der diesjährige osterspaß?

all die jahre wurde ich frühlingsbelebend mit
hunderten von bunten ostereiern bestückt
von denen jedes als kunstwerk stets meine
besucher beglückt

mit freude gewunden ganz ohne lohne
ward aus frischgrünem buchsbaum meine
festliche krone!

schlüsselblumen, hyazinthen und narzissen –
eine echte osterkrone darf solche frühjahrsblüher
niemals missen!
verziert außerdem mit ganz hübschen schleifen
bewundernd der ausruf: das sind wahre augenweiden!

wie sprudelte ich immer, wenn an ostern das LICHT
die dunkelheit durchbricht …
und der chor der benachbarten kirche erklang:
Halleluja! Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!
Seht das helle Osterlicht an!

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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