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Gottesfragen
Jesu Schattenseiten

Jesus war nicht immer nett, gütig und verständnisvoll. Ganz im Gegenteil. Wie umgehen mit den extremen Forderungen, die uns im Neuen Testament überliefert sind?
vom 23.07.2023
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Der Jesus des Neuen Testaments ist nicht nur nett und verständnisvoll. (Foto: ostockphoto/clu)
Der Jesus des Neuen Testaments ist nicht nur nett und verständnisvoll. (Foto: ostockphoto/clu)

»Der Jesus des Neuen Testaments hat viele dunkle Seiten, die so gar nicht zu jemanden passen, der Menschen ihre Angst nehmen will. Unser Leser Karl Enderle fragt: Wie soll man damit umgehen?

»Der schwierige Jesus« – so lautet der Titel eines klugen Büchleins von Gottfried Bachl. Der Salzburger Theologe und Schriftsteller beschreibt darin das Kantige, Verstörende, Irritierende jenes Jesus, wie ihn uns die vier kanonischen Evangelien vor Augen führen: seinen apokalyptischen Naherwartungsfuror, seinen moralischen Ehe- und Zölibatsradikalismus, seine religiöse Kompromisslosigkeit, seine bis zur Unerträglichkeit schroffen Forderungen in der Bergpredigt: »Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: ›Du sollst nicht töten‹; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Wer seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: ›Du Dummkopf oder gar du Narr!‹, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.« (Matthäusevangelium 5,21f.) Beispiele dieser Art finden sich in den Evangelien zuhauf.

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