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Katholische Kirche
Kampf und Resignation

Kardinal Marx bittet den Papst um Rücktritt. Warum jetzt? Und was steckt dahinter? Sechs Möglichkeiten der Deutung.
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Will nicht mehr Erzbischof von München und Freising sein: Kardinal Reinhard Marx (Foto: KNA)
Will nicht mehr Erzbischof von München und Freising sein: Kardinal Reinhard Marx (Foto: KNA)

Als Konstantin Bischoff die Meldung vom Rücktrittsgesuch von Kardinal Reinhard Marx hörte, gingen ihm gleichzeitig zwei Gedanken durch den Kopf: »Endlich passiert wirklich was.« Und dann: »Das können wir jetzt gerade gar nicht gebrauchen.« Bischoff ist Pastoralreferent im Erzbistum München und Freising und Delegierter seiner Berufsgruppe für den Synodalen Weg. Wie viele andere hat er sich mehr als einmal gefragt, warum in der Kirche anders als in der Politik niemand bereit ist, institutionelle Verantwortung zu übernehmen. Das Argument: »Ich kann nicht zurücktreten, weil nur ich in der Lage bin, aufzuräumen und einen Neuanfang in die Wege zu leiten« kann er nicht mehr hören, zumal, wenn es von Bischöfen kommt, die einer Generation angehören, in der eine kirchliche Karriere fast nicht anders möglich war, als jegliche Reformvorschläge strikt abzulehnen.

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