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Papstamt
Kommt Zeit, kommt Papst

Der Papst ist machtpolitisch irrelevant geworden. Und doch bleibt er von weltweiter Bedeutung.
von Michael Schrom vom 05.03.2025
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Als die Päpste noch Kaiser krönten: Leo III. mit Karl den Großen, dargestellt auf einem Gemälde im Kloster Ottobeuren. (Foto: pa/Fine Art Images/Heritage Images)
Als die Päpste noch Kaiser krönten: Leo III. mit Karl den Großen, dargestellt auf einem Gemälde im Kloster Ottobeuren. (Foto: pa/Fine Art Images/Heritage Images)

Sie haben Kaiser gesalbt und Ketzer verbrannt. Sie riefen Kreuzzüge aus und versuchten sich als Friedensstifter. Sie waren Förderer von Wissenschaft und Kunst, aber auch erbitterte Feinde des Fortschritts und der Freiheit. Sie tragen hoheitliche Titel und verstehen sich doch als Diener. Das Papstamt ist voller Paradoxien, unveränderlich und doch erstaunlich anpassungsfähig. Vielleicht besteht seine Faszination gerade darin: dass es in unendlich vielen Metamorphosen auf den Wandel der Zeiten reagiert hat. Unter dem Titel »Papst & Zeit« hat der Politologe Otto Kallscheuer im vergangenen Jahr ein 900 Seiten starkes Werk (Matthes & Seitz, Berlin) vorgelegt, das essayistisch und humorvoll, gleichermaßen kundig wie wohlwollend einen Blick auf die älteste bekannte Institution der Welt wirft. Die Karl-Rahner-Akademie in Köln hatte daraufhin Fachleute aus der Exegese, der Dogmatik, der Politikwissenschaft und der Sozialethik zusammengebracht, um mit Kallscheuer zu diskutieren. Heraus kam ein kurzweiliges Symposion, das die Rolle auslotete, die ein Papst spielen könnte, und versuchte, sich der Frage zu nähern: (wofür) brauchen wir ihn?

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Schlagwörter: Kirche Papst Papsttum Religion
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