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Leben im Fluss

von Stefan Herde, Guldental
vom 11.03.2021
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Diese Zeilen haben wir als Gruß an unsere Freunde und Verwandte zu Weihnachten 2020 verschickt.

Leben im Fluss

Wenn ich heute Leute frage,
wie denn das Befinden sei,
hör ich oft dieselbe Klage:
»Wär Corona doch vorbei.«

Nähe finden, sich berühren,
ungehemmt zusammen sein,
sich mit Leib und Seele spüren,
all das fehlt und macht allein.

Der Verstand lässt uns begreifen,
dieses Virus ist brutal,
und lass ich die Vorsicht schweifen,
sind die Folgen schnell fatal.

Doch ich will jetzt nicht nur fluchen,
dass die Welt so falsch sich dreht,
sondern lieber mal versuchen,
was im Leben jetzt noch geht.

Neues Ufer zu ergründen,
wach zu sein im Lebensfluss,
lässt Zufriedenheit mich finden
und vertreibt mir den Verdruss.

Hab den Auftrag angenommen.
Bin mit Zuversicht dabei
und auch zu dem Schluss gekommen,
Ausprobieren macht mich frei.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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