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»Meinen Frieden gebe ich euch«

In Zeiten des Krieges scheint die Logik der Gewalt alternativlos. Doch kann man Hass mit Hass besiegen? Ein theologischer Zwischenruf von Eugen Drewermann
von Eugen Drewermann vom 13.05.2016
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Leidenschaft für den Frieden: Der Pazifismus der Friedensbewegung wird gerne als idealistisch belächelt. Doch er ist eine politische und religiöse Kraft, die das Zusammenleben der Völker verändern kann (Foto: alphaspirit/Fotolia)
Leidenschaft für den Frieden: Der Pazifismus der Friedensbewegung wird gerne als idealistisch belächelt. Doch er ist eine politische und religiöse Kraft, die das Zusammenleben der Völker verändern kann (Foto: alphaspirit/Fotolia)

Beim Thema Krieg und Friede verhält es sich wie auch sonst: Man muss an dieser Welt schon leiden bis zum Äußersten, um das, was Jesus uns zu sagen hat, als notwendig zu nehmen. Sonst werden wir der Spirale der Gewalt nichts entgegensetzen können. Wir werden sie realpolitisch hinnehmen, bedauernd zwar, jedoch als unabänderlich betrachtend. Und dabei verraten wir das pazifistische Erbe Jesu. Denn es gibt keine christliche Rechtfertigung von Gewalt und Krieg. Die jesuanische Gewaltfreiheit ist radikal. Der Pazifismus ist keine Randbotschaft des Evangeliums, sondern die Konsequenz der zentralen Bergpredigt und des auf Feinde ausgeweiteten Liebesgebotes.

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