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Mikroskopisch kleiner Hoffnungsschimmer

von Horst Dittrich
vom 17.03.2021
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Zukunftsgedanken und ein mikroskopisch kleiner Hoffnungsschimmer

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Sieh mal an, das mächtigste Wesen
auf Erden ist plötzlich krank!
Und – was noch von größerem Belang -
es will einfach nicht genesen.
Jedenfalls bislang.

Wie nur kann dann sein
dass ein Subjekt, so winzig klein,
solch eine Macht gewinnt,
den Lauf der Menschenwelt bestimmt?
Will das Virus etwa zeigen,
dass wir zur Überschätzung neigen
all dessen, was wir zuvor geschafft,
scheinbar ganz aus eigener Kraft?

Gewiss, es kann sich sehen lassen,
was wir der Nachwelt hinterlassen:
Eine Zivilisation,
hightech bestückt, und zwar global,
mit einem Fuß im Weltall schon.
Ist das nicht genial?

Ob dieser unserer Fähigkeit,
nach immer Größerem zu greifen,
begann ein alter Traum zu reifen.
Es scheint, es fehle nicht mehr viel
bis zu unserem großen Ziel,
der absoluten Machbarkeit.

Nun ja, bis dahin, scheint´s zur Zeit
wohl doch noch ziemlich weit.
Das sicherlich zu unserem Glück,
betrachtet man´s mit näherem Blick.

Man stelle sich nur vor,
es läuft so weiter wie zuvor.
Die Zerstörung,
sie macht weiterhin nicht halt,
so auch nicht im Regenwald.
Wildtiere samt ihren Viren
fliehen aus ihren Revieren
in die Nähe von Haustieren.

Was daraus kann entstehen,
ist nicht mehr zu übersehen:
Aggressive Mutationen,
die auch den Menschen nicht verschonen.

Ist das nicht die Gelegenheit,
die überschätzte Machbarkeit
gründlich zu überdenken,
den Blick auf die Natur zu lenken?

Doch was dem entgegensteht,
ist der Ruf nach Normalität.
Heißt, rückwärts geht die Reise
zu aufwendiger Lebensweise.
Und weiter geht es wie bisher
um mehr und mehr und mehr.
Davor fürchtet sich jetzt schon
unsere junge Generation,
die, wenn man ihr die Zukunft klaut,
niemandem vertraut.

Was nun?
Corona ist vielleicht so gescheit
und gibt uns noch ein wenig Zeit,
die Sache zu bedenken,
den Blick auf die Natur zu lenken.
Bevor es endgültig zu spät
und unser einziger Planet
aus dem Gelichgewicht gerät.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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