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Bandengewalt und Terror
Nigeria: Entführungen, Morde, Gewalt

Christen und Muslime sind gleichermaßen betroffen. Als besonders lukrativ gilt indes das Kidnapping von Priestern.
vom 19.01.2026
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In Nigeria sind seit 2015 mehr als 200 katholische Priester und Seminaristen entführt worden, teils sogar mehrfach. 15 Geistliche wurden ermordet; mindestens drei starben nach ihrer Freilassung an der während der Gefangenschaft erlittenen Gewalt. Das meldet die Nigerianische Bischofskonferenz. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Hintergrund ist eine generell gewachsene Terror- und Bandengewalt im Land, der Muslime und Christen gleichermaßen zum Opfer fallen – auch wenn US-Präsident Donald Trump seine mit nigerianischer Hilfe unternommenen Bombenangriffe an Weihnachten damit legitimierte, Amerika habe das »Abschlachten von Christen« stoppen wollen. Die Entführung katholischer Priester indes gilt als lukratives Geschäftsmodell: Kriminelle sehen in der Kirche eine finanzkräftige Organisation und können damit rechnen, dass Gemeinden große Anstrengungen unternehmen, geforderte Lösegelder aufzubringen. Bei mehr als 180 der Entführten ist dies gelungen. Große Angst herrscht weiterhin an katholischen Schulen: Erst im November überfielen Bewaffnete eine Schule in Papiri (West-Nigeria). Sie entführten 303 Mädchen und Jungen sowie 12 Angestellte. Die Geiseln wurden wochenlang festgehalten und drangsaliert; erst zu Weihnachten kamen alle – schwer traumatisiert – frei.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 1/2026 vom 16.01.2026, Seite 39
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