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Israel und die Todesstrafe
Rache statt Recht

Ein neues Gesetz verpflichtet Gerichte zu Todesurteilen (nur) gegen palästinensische Mörder. Die religiösen Autoritäten im Land sind auffallend schweigsam.
von Michael Schrom vom 15.04.2026
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Feiert die Todesstrafe mit Champagner: Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir(Foto: PA / AP / Itay Cohen)
Feiert die Todesstrafe mit Champagner: Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir(Foto: PA / AP / Itay Cohen)

Es war ein abstoßendes, unwürdiges Bild. Itamar Ben-Gvir, Minister für nationale Sicherheit im Kabinett Netanjahu, reckte triumphierend eine Champagnerflasche in die Höhe, nachdem das Parlament mit knapper Mehrheit das Gesetz zur Wiedereinführung beziehungsweise Ausweitung der Todesstrafe auf (arabische) Terroristen beschlossen hatte. An seinem Revers, also just da, wo Israelis und all jene, die ihre Solidarität mit den verschleppten Geiseln öffentlich bekunden wollten, zweieinhalb Jahre eine gelbe Schleife trugen, steckte eine stilisierte Henkersschlinge. Eine beispiellose Verrohung – ausgerechnet von jenem Mann, der 2007 selbst wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verurteilt wurde.

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