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Der tibetische Einsiedler Milarepa
Schläft ein Lied in allen Dingen

Der tibetische Einsiedler Milarepa hält eine Hand hinters Ohr, lächelnd – ob im Hören ein Weg zur Seligkeit liegt?
von Oliver Cech vom 13.09.2025
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Rollbild (um 1900) von Milarepa (1052-1135), Dhodeydrag Gompa, Thimphu, Bhutan. (Foto: pa / CPA Media Co. Ltd)
Rollbild (um 1900) von Milarepa (1052-1135), Dhodeydrag Gompa, Thimphu, Bhutan. (Foto: pa / CPA Media Co. Ltd)

Milarepa könnte uns sehr fremd sein. Vor fast 1000 Jahren hat er gelebt, bettelarm, ein umherziehender Yogi im Himalaya: ein Leben von unfassbaren Entbehrungen. Viele Jahre dieses Lebens hat Milarepa in Höhlen verbracht, mehr als 4000 Meter über dem Meeresspiegel, fernab menschlicher Siedlungen. Den endlosen tibetischen Winter über hat er sich ernährt von Brennnesseln, die er im Sommer gesammelt hatte. »Kein Wunder, dass dein Körper elend ist«, rufen die Räuber aus, die eines Tages vor Milarepas Höhle auftauchen – und nichts zu rauben finden. »Du siehst ja nicht mehr aus wie ein Mensch. Das erbarmungswürdigste Wesen auf der Welt, das bist du!«

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Schlagwörter: Geist und Sinn Stille Tibet
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