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Kardinal Reinhard Marx trotzt allem Widerstand
Seligsprechung für einen innerkirchlichen Polemiker?

Warum der von den Nazis hingerichtete, unbequeme Jesuitenpater Alfred Delp zur katholischen Leitfigur werden soll – und ein cholerischer, alkoholkranker Journalist ebenfalls.
von Christian Feldmann vom 20.05.2026
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Nahm die Christen in die Pflicht: der Jesuitenpater Alfred Delp (Foto: KNA-Bild / KNA-Archiv)
Nahm die Christen in die Pflicht: der Jesuitenpater Alfred Delp (Foto: KNA-Bild / KNA-Archiv)

Die katholische Verehrung von Heiligen ist in die Krise geraten. Als unzeitgemäß gilt sie. Die Geschmacklosigkeiten im Kult um den jüngsten seiner Art, den mit 15 Jahren gestorbenen Italiener Carlo Acutis, der im Oktober 2025 »zur Ehre der Altäre« erhoben, dessen präparierter Körper in einem Glassarg ausgestellt wurde und dessen Herz-Reliquie auch durch ganz Deutschland reiste, haben manche abgeschreckt. Da lässt es aufhorchen, dass die Erzdiözese München und Freising derzeit neue Verfahren zur Seligsprechung betreibt. Sie gelten allerdings zwei Katholiken, die nicht angepasst, nicht so bieder und so kindlich-brav waren wie Carlo Acutis. Sie waren anders: mutig, glaubensstark und Streiter für die Menschenwürde.

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