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Südsee-Insel
Stolze Erbinnen der Mission

Während in Europa über Dekolonisierung diskutiert wird, gehört das Christentum auf den fernen Cookinseln längst zur Identität der Menschen. Eine Reportage aus der Südsee.
von Katja Dorothea Buck vom 13.10.2024
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Im Sonntagsstaat: Weiße Kleider und Rito-Hüte aus Palmblattfasern gehören für die Frauen dazu (Foto: Katja Dorothea Buck)
Im Sonntagsstaat: Weiße Kleider und Rito-Hüte aus Palmblattfasern gehören für die Frauen dazu (Foto: Katja Dorothea Buck)

Sonntagmorgen um kurz vor zehn Uhr leeren sich auf den Cookinseln die Straßen, und die Kirchen füllen sich. So gut wie alle gehen in den Gottesdienst. Der Südsee-Archipel aus den insgesamt 15 weit verstreuten Inselchen liegt auf der anderen Seite des Planeten, irgendwo zwischen Südamerika und Australien. Auffallend häufig trifft man in einem Gottesdienst der Cook Island Christian Church (CICC) auch Reisende. In manchen Foren wird der sonntägliche Kirchgang gar als Geheimtipp gehandelt. Denn dort könne man noch den traditionellen Gesang der Menschen auf den Cookinseln hören. Doch bevor es so weit ist, muss man erst einmal einen Platz finden. Wer knapp kommt, muss stehen. Die Bankreihen in der Ziona-Tapu-Kirche auf Rarotonga, der Hauptinsel, sind voll besetzt. Alle tragen weiße Kleider – ein Muss, will man später noch an der Kommunion teilnehmen. Und das wollen alle.

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