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Bischofskonferenz
Über allem steht die W-Frage

Die Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz tagte in Fulda mit den Erzbischöfen Heße und Woelki - als sei nichts gewesen. Dabei ist deren Schicksal ein Gradmesser für die Glaubwürdigkeit der Kirche.
von Michael Schrom vom 23.09.2021
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Schwarze Herren unter sich: Bischöfe bei einer Pause während der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (Foto: KNA)
Schwarze Herren unter sich: Bischöfe bei einer Pause während der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (Foto: KNA)

Opferentschädigung, Afghanistan, Antisemitismus, Synodaler Weg, neue Aufgabenverteilung im Bischofskollegium – das inhaltliche Spektrum der katholischen Bischöfe auf ihrer Herbstvollversammlung war breit. Aber letztlich wurde alles von der W-Frage überschattet: Was wird aus Woelki? Der Ausgang der ungewissen Personalie wirkte wie der vielbeschworene Scheideweg, an dem sich die deutsche katholische Kirche befindet. In Person und Amtsverständnis Woelkis vereinen sich alle strittigen Fragen. Und so schossen die Spekulationen ins Kraut: Wenn er vor der Sitzung der nächsten Versammlung des Synodalen Wegs im Amt bestätigt wird, was heißt das für den Reformprozess? Und umgekehrt: Was bedeutet es, wenn er sein Amt abgeben muss? Als überdies der Pressesprecher des Erzbistums Köln in Fulda auftauchte und das rechtskatholische Portal kath.net am Mittwochmorgen twitterte: »Heute 12 Uhr – was wird aus Woelkis Zukunft?«, sah sich Matthias Kopp, der Pressesprecher der Bischofskonferenz, genötigt zu sagen, dass der Kölner Kardinal ordnungsgemäß an den Sitzungen teilnehme und nicht in Rom sei und im Übrigen wie vorgesehen die Predigt am Donnerstagmorgen halten werde.

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