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Um Gottes willen

Die Zerstörungskraft von Atomwaffen ist unvorstellbar. Die Logik der Welt kann das Problem nicht lösen. Ein Beitrag zur Münchner Sicherheitskonferenz
von Michael Schrom vom 01.03.2020
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Wer bis an die Zähne bewaffnet ist, kann kaum glaubhaft vom Frieden reden (Zeichnung: Stuttmann)
Wer bis an die Zähne bewaffnet ist, kann kaum glaubhaft vom Frieden reden (Zeichnung: Stuttmann)

Wer eine Katastrophe heraufziehen sieht und Alarm schlägt, will nicht recht behalten. Im Gegenteil. »Recht zu behalten ist eine kümmerliche Befriedigung. Der Warner vor einem großen Unglück würde es ja vorziehen, ganz und gar widerlegt zu werden.« Der Philosoph Robert Spaemann (1927-2018) hat sein Leben lang vor der Atomkraft gewarnt. Kompromisslos hat er jegliche Nutzung abgelehnt, die zivile ebenso wie die militärische. Er begründete dies sowohl mit grundsätzlichen moralischen Erwägungen als auch mit seiner dezidiert christlichen Überzeugung. Die pessimistischen Sätze formulierte er als Vorwort zu einem Büchlein mit dem bezeichnenden Titel »Nach uns die Kernschmelze«. Es bündelt seine wichtigsten Aufsätze und Argumente und erschien 2011.

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