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Wer spricht noch mit der Ditib?

Jahrzehntelang war die Türkisch-Islamische Union ein gesuchter Gesprächspartner. Dann wurde Erdogans Einfluss offenbar. Jetzt geht nichts mehr. Doch die Jugend will einen Neubeginn ohne die alten Seilschaften
von Claudia Mende vom 05.09.2020
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Nichts geht mehr: Rote Ampel vor dem Minarett der zentralen Ditib-Moschee in Köln (Foto: PA/Bildagentur-online)
Nichts geht mehr: Rote Ampel vor dem Minarett der zentralen Ditib-Moschee in Köln (Foto: PA/Bildagentur-online)

Die Kritik an der Türkisch-Islamischen Union Ditib, der größten sunnitisch-islamischen Organisation in Deutschland, reißt nicht ab. Sie tue zu wenig für die Integration, sei zu nahe am türkischen Staat, befördere einen konservativen Islam. Sie dulde Übergriffe auf Anhänger der Gülen-Bewegung oder bespitzele diese. Gerade dieser Vorwurf hat dem Dachverband, der über 900 Moscheevereine in Deutschland vertritt, enorm geschadet. Denn während die Gülen-Bewegung seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei 2016 als Terrororganisation gilt, steht sie hierzulande im Ruf, eine theologisch zwar konservative, aber interreligiös interessierte und integrationswillige Bewegung zu sein.

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