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Sexueller Missbrauch
Vertrauen macht mächtig

Ein Priester wird wegen sexueller Nötigung verurteilt. Der Prozess zeigt, wie Täter und Kirchenleitungen von ihrer Stellung als Geistliche profitieren
von Christoph Fleischmann vom 11.03.2023
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Sie fordern Konsequenzen: Missbrauchsbetroffene und Unterstützer vor dem Landgericht in Saarbrücken (Foto: pa/BeckerBredel)
Sie fordern Konsequenzen: Missbrauchsbetroffene und Unterstützer vor dem Landgericht in Saarbrücken (Foto: pa/BeckerBredel)

Es dauert lange, bis hierzulande ein Priester verurteilt wird: Schon mehrfach hat die Staatsanwaltschaft gegen den Priester M., der lange im saarländischen Freisen tätig war, wegen Sexualdelikten ermittelt. Seit 2018 läuft ein kirchenrechtliches Strafverfahren gegen ihn. Schon mehrfach sorgte der Fall für überregionales Aufsehen, weil drei amtierende Bischöfe damit zu tun hatten. Nun gab es erstmals einen Schuldspruch: ein Jahr und acht Monate Gefängnis, zur Bewährung ausgesetzt auf vier Jahre, und eine Geldstrafe von 2500 Euro. Das Landgericht Saarbrücken sah den Vorwurf der sexuellen Nötigung eines zur Tatzeit vierzehnjährigen Jungen als glaubhaft an. Der Verurteilte hat Revision gegen das Urteil eingelegt.

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