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Linke Hoffnungen
Wo bitte geht’s zur Utopie?

50 Jahre nach dem Putsch in Chile hat sich die Suche nach einer besseren Welt verändert: Es geht nicht mehr um die ideale Zukunft, sondern darum, Brüche in der Gegenwart wahrzunehmen
von Christoph Fleischmann vom 11.09.2023
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Salvador Allende: Inspiriert bis heute Protest in Chile (Foto: PA/Reuters/Carlos Vera)
Salvador Allende: Inspiriert bis heute Protest in Chile (Foto: PA/Reuters/Carlos Vera)

Sie haben die Macht, sie können uns überwältigen, aber sie können die gesellschaftlichen Prozesse nicht durch Verbrechen und nicht durch Gewalt aufhalten.« Es war die letzte Ansprache des chilenischen Präsidenten Salvador Allende an sein Volk. Wie viele sie noch hören konnten, ist ungewiss, denn am Vormittag dieses 11. Septembers 1973 hatte das putschende Militär schon die meisten Radiosender beschossen. »Die Geschichte gehört uns und sie wird durch die Völker geschrieben«, gab sich Allende gewiss. Kurz darauf, als auch der Präsidentenpalast angegriffen wurde, beging er Suizid. Es war das blutige Ende einer dreijährigen Amtszeit, in der Allende eine sozialistische Politik umgesetzt hat: Die entschädigungslose Verstaatlichung von Bodenschätzen, eine Landreform, eine Sozialpolitik mit kostenloser Schulbildung und Gesundheitsversorgung und festen Preisen für Mieten und Grundnahrungsmittel.

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