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Aufräumen im Trollhaus

Was hilft gegen den Hass im Netz? Auf der Digitalkonferenz »re:publica« in Berlin gab es gute Vorschläge: Zivilcourage, kluge Moderation oder der Rückgriff aufs Kartellrecht
von Andrea Teupke vom 07.06.2019
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(Illustration: istockphoto/dan177)
(Illustration: istockphoto/dan177)

Man hat sich den Netzbewohner als glücklichen Menschen vorzustellen; diesen Eindruck gewinnt jedenfalls, wer die »re:publica« besucht. Das jährliche Treffen in Berlin ist so etwas wie der Kirchentag der Internetaktivisten. Im Mai pilgerten etwa 20 000 Menschen zum dreizehnten Termin der Digitalkonferenz, die meisten deutlich jünger als durchschnittliche Kirchentagsbesucher, männlicher und häufiger schwarz gekleidet. Die Atmosphäre ist ruhig und freundlich, man diskutiert gesittet, steht viel in Schlangen, und wen die Auswahl der rund tausend Veranstaltungen überfordert, der kann sich in Liegestühlen, Hängematten oder auf Knautschsäcken ausruhen. Anders als bei Kirchentagen wird allerdings nicht gesungen, nie. Dafür kommen inzwischen fast ebenso viele Politiker vorbei: Viele Minister waren da, fast die gesamte SPD-Spitze, der Bundespräsident und am letzten Tag sogar eine EU-Kommissarin. Keine Frage: Die Netzgemeinde ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

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