Theater und Integration
Ein Café für die Seele
Die Sonne scheint, die Herbstluft weht milde über den Platz vor dem Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Gegen 15 Uhr treffen die ersten Frauen zum offenen Montagscafé ein. »Wie schön, dass wir noch einmal draußen sein können«, sagt Nasima Irkin und begutachtet die bereitstehenden Lebensmittel: gelbe Erbsen, Zwiebeln, Knoblauch, Reis und Möhren. Einen afghanischen Gemüseeintopf will die ehrenamtliche Köchin mit usbekisch-afghanischen Wurzeln gemeinsam mit den anderen Frauen kochen. Seit 22 Jahren lebt sie in Dresden. »Welche Gewürze brauchst du noch, Nasima?«, fragt Wanja Saatkamp, die 48-jährige Projektleiterin des Montagscafés. Sie ist in Vollzeit beim Staatsschauspiel angestellt. »Kurkuma, Pfeffer, Salz und Kreuzkümmel«, antwortet Irkin. Während Saatkamp Gewürze und Kochplatte organisiert, beginnen die Besucherinnen des internationalen Begegnungstreffs Zwiebeln und Karotten zu schnippeln.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Constanze Bandowski ist freie Autorin. Sie lebt in Hamburg und Dresden.

Flucht
