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Zum Holocaust-Gedenktag
Welche Zukunft hat das Erinnern?

Eva Umlauf hat den Holocaust überlebt. Zeitzeuginnen wie sie gibt es nur noch wenige. Also ließ sie sich digitalisieren, um ihre Geschichte weiterzugeben. Doch zwischen Virtual Reality, TikTok und KI-Fakes wird Erinnern zum Balanceakt. Wie viel Emotionalität ist erlaubt – und wo beginnt die Verzerrung?
von Anne Strotmann vom 27.01.2026
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Digitale Zeitzeugin: Im Studio vor vielen Kameras entsteht Eva Umlaufs virtuelles Abbild. Es kann auf die häufigsten Fragen zu ihrem Schicksal antworten. (Foto: Universität München, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Digitale Zeitzeugin: Im Studio vor vielen Kameras entsteht Eva Umlaufs virtuelles Abbild. Es kann auf die häufigsten Fragen zu ihrem Schicksal antworten. (Foto: Universität München, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)

Als Eva Umlaufs digitale Doppelgängerin erstellt wurde, war das für sie sehr anstrengend, körperlich wie emotional. Eine Woche lang saß sie täglich acht, neun Stunden in einem Studio und fror. Sie sollte sich möglichst wenig bewegen, während Kameras sie filmten. Tausend Fragen beantwortete sie, berichtete, wie das damals war. Eva Umlauf ist eine von heute weltweit weniger als 200 000 Menschen, die den Holocaust überlebt haben.

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