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Kommentar
Rückkehr des Kriegsgottes

Warum der Eskalation religiös widerstanden werden muss. Und welcher Glaube dabei hilfreich ist. Ein Kommentar.
von Michael Schrom vom 25.03.2022
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Entfesselte Gewalt und massenhaftes Sterben: Das heißt Krieg (Zeichnung: Klaus Stuttmann)
Entfesselte Gewalt und massenhaftes Sterben: Das heißt Krieg (Zeichnung: Klaus Stuttmann)

Krieg, so formulierte es der preußische Militärwissenschaftler und Heeresreformer Carl von Clausewitz (1780-1831), sei nichts anderes »als ein erweiterter Zweikampf«. In seinem Buch »Vom Kriege« führt er aus: »Jeder sucht den anderen durch physische Gewalt zur Erfüllung seines Willens zu zwingen; sein nächster Zweck ist, den Gegner niederzuwerfen und dadurch zu jedem ferneren Widerstand unfähig zu machen.« Aber, so Clausewitz weiter, auch wenn der Krieg letztlich »nur« ein erweiterter Zweikampf sei, so sei es doch unmöglich, ihn darauf zu begrenzen. Denn er sei ein Akt der Gewalt, dem das Gesetz von Nachahmung und eskalierender Hemmungslosigkeit innewohne. Krieg setze eine Wechselwirkung in Gang, die »dem Begriff nach zum Äußersten führen muss«.

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