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Sozialprotokoll
»Das ist unmenschlich«

Wegen der Corona-Maßnahmen darf Heidrun Melcher (73) ihren sterbenden Lebenspartner im Krankenhaus nicht besuchen. Die Intensivstation ist für Besucher gesperrt. Sie fühlt sich wütend und ohnmächtig
von Geneviève Hesse vom 25.03.2020
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Keine Besucher: Mit diesem Schild informiert ein Krankenhaus in Brandenburg, dass Angehörige die Stationen nicht betreten dürfen. (Foto: pa/Stache)
Keine Besucher: Mit diesem Schild informiert ein Krankenhaus in Brandenburg, dass Angehörige die Stationen nicht betreten dürfen. (Foto: pa/Stache)

Heute bin ich wieder vergebens ins Krankenhaus gegangen. Zum dritten Mal. Wieder durfte ich nicht zu meinem Partner Matthias. Er liegt im künstlichen Koma auf der Intensivstation – und vermutlich wird er sterben. Als ich enttäuscht die Klinik verließ, habe ich mich erst einmal eine Weile auf eine Bank im Hof gesetzt und zu dem Fenster hochgeschaut, hinter dem er liegt. In der Scheibe des Fensters spiegelt sich ein dicker Baumstamm. Das passt zu Matthias. Er ist ein imposanter, stattlicher Mann. Die Spiegelung des Baumstamms im Fenster hat mich ein wenig getröstet.

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Schlagwörter: Corona Krankenhaus sterben
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