Nato
Das polnische Ramstein
Da war er wieder, der hohe Gast aus den Vereinigten Staaten. Schon zum zweiten Mal innerhalb von elf Monaten machte US-Präsident Joe Biden beim Zwischenstopp auf seinem Weg nach Kiew in Rzeszów halt. Großes Aufhebens gab es darum in der südostpolnischen Stadt kaum. Das Leben in der Stadt mit ihren 200 000 Einwohnern ging wie gewohnt weiter – soweit man von Gewohnheit sprechen kann, nur etwa 80 Kilometer entfernt von der Grenze zur Ukraine. »Wir spüren den Krieg und spüren ihn gleichzeitig nicht, wachen jeden Tag mit dem Wissen auf, dass er nah ist, doch die Anwesenheit der Amerikaner lässt uns uns sicher fühlen«, sagt Barbara Kędzierska, die ein lokales Onlineportal betreibt. »Wir sind so eine Art polnisches Ramstein geworden.«
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Jan Opielka ist freier Journalist. Er lebt in Polen.

Krieg in der Ukraine
