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Bundesrepublik
Der Kaiser und der Machtmönch

Mit einem Staatsakt gedenkt Deutschland Wolfgang Schäuble, Franz Beckenbauer betrauerten Zehntausende im Stadion. Mit ihnen wurde auch die Nachkriegszeit zu Grabe getragen. Was hinterlassen sie?
von Constantin Wißmann vom 22.01.2024
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Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Franz Beckenbauer bei einem Treffen im Jahr 2007.(Foto: pa/Norbert Försterling)
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Franz Beckenbauer bei einem Treffen im Jahr 2007.(Foto: pa/Norbert Försterling)

Wer in den Jahrzehnten seit 1980 die Tagesschau einschaltete, hatte gute Chancen, Franz Beckenbauer, Wolfgang Schäuble oder beiden zu begegnen. Schäuble wurde mitten im Zweiten Weltkrieg geboren, Beckenbauer kurz danach. Auf den ersten Blick haben sie sonst nicht viel gemeinsam. Hier der Fußballkaiser, der nicht nur im Helikopter während der WM 2006 über allen zu schweben schien und auch ganz oben ankam, als Trainer und Spieler. Und da der schwäbische Politikarbeiter, der sich mönchsartig dem Dienst am Land verschrieb, aber trotzdem es nie ganz an die Spitze schaffte. Und doch verkörperten sie beide wie kaum jemand anderes das Nachkriegsdeutschland, ein Land, das bis 1990 viel passender BRD hieß.

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