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Erinnerung an die Opfer von Hanau
Der Schockmoment

Vor sechs Jahren erschoss ein Rechtsterrorist neun Menschen mit Migrationsgeschichte im hessischen Hanau, Anfang 2026 starb ein zehntes Opfer an den Spätfolgen. Für Rassismusbetroffene war der Anschlag eine Zäsur.
von Barbara Tambour , Nana Gerritzen vom 19.02.2026
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 Unvergessen: Graffito der Getöteten von Hanau unter einer Brücke in Frankfurt/M (Foto: pa/ap/Probst)
Unvergessen: Graffito der Getöteten von Hanau unter einer Brücke in Frankfurt/M (Foto: pa/ap/Probst)

Dieser Tag hat sich in die Erinnerung der Anwältin Awet Tesfaiesus eingebrannt: Am 19. Februar 2020 schoss in Hanau ein Mann auf Menschen, die ihm ausländisch erschienen – in einer Shishabar, vor einem Kiosk und einem Imbiss. Er tötete neun Hanauer Bürger und Bürgerinnen, die eine Zuwanderungsgeschichte haben. Die heute 51-jährige Anwältin sagt: »Hanau war ein Schockmoment, das alles infrage gestellt hat.«

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