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Sozialprotokoll
»Es ist nie zu spät«

Mit sechzig Jahren wurde Ruth Schulz-Wiemann arbeitslos – und fand dann ihren Traumjob in einer Agentur. Sie meint: Das Beste kommt oft erst zum Schluss. Und ermutigt andere, beweglich zu bleiben, authentisch und ambitioniert.
von Annette Lübbers vom 08.11.2021
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Bewerbungsfoto mit Pferd: Damit hatte Ruth Schulz-Wiemann Erfolg (Foto: Stefan Luettich)
Bewerbungsfoto mit Pferd: Damit hatte Ruth Schulz-Wiemann Erfolg (Foto: Stefan Luettich)

Meine ersten Arbeitstage im neuen Job werde ich nie vergessen. Plötzlich stand da ein MacBook vor mir – damit hatte ich noch nie gearbeitet. Und ich wusste auch nicht, was die Kollegen meinten, wenn sie sagten: »Wir haben heute Morgen einen Employer Branding Workshop und jede Menge Shizzle Dizzle!« Von Trello und Hubspot – das sind Marketing-Tools – hatte ich auch noch nie was gehört. Das waren alles »böhmische Dörfer« für mich. Ganz ehrlich: Ich kam mir vor wie Captain Picard allein unter Klingonen. Selbstzweifel keimten in mir auf. Doch ich wollte es noch einmal versuchen. Also kniete ich mich rein.

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