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32 Jahre Wiedervereinigung
Heimatbetroffen

Unser Autor stammt aus Sachsen. Dort erlebt er eine Restgesellschaft, die auch 32 Jahre nach der Wiedervereinigung zahlen- und gefühlsmäßig abgehängt bleibt. Trotzdem hofft er weiter auf einen Neuanfang.
von Cornelius Pollmer vom 03.10.2022
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Vor der Leere: Auch Städten wie Zittau droht die Verödung (Foto: pa/Peter Zimmermann)
Vor der Leere: Auch Städten wie Zittau droht die Verödung (Foto: pa/Peter Zimmermann)

Seit einer Weile spukt ein neues Wort durch meinen Kopf. Es hält sich dort so hartnäckig, wie sonst nur fieseste Ohrwürmer sich halten können oder ausgewählte Momente der jüngeren Sportgeschichte. Dieses Wort spukt also herum zwischen der Beatles-Liedzeile »... all my troubles seemed so faaaar away!« und dem heiseren Sportreporter Tom Bartels vom Weltmeisterschaftsfinale gegen Argentinien damals, 2014, in Rio (»Mach ihn! Mach ihn! Er macht ihn!«). Wobei der Wortwurm in diesem Fall eher ein Wortwürmchen ist – denn die gesuchte Vokabel, sie lautet: heimatbetroffen.

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