Im Lager des Elends
Ein bisschen fühlt es sich an, als ginge die Welt unter. Es regnet seit mehr als 48 Stunden – Monsunzeit in Bangladesch. Der Himmel über Cox’s Bazar, einer Stadt im Süden des Landes, ist so grau wie die Hoffnungslosigkeit der Menschen im Flüchtlingslager Balukali. Die Straße, die dorthin führt, ist überschwemmt und von Schlaglöchern übersät. Zwischen Fahrrad-Rikschas und Mofas taucht hier und da ein Büffel auf. Ärmliche Siedlungen ziehen sich entlang der Straße, Unterkünfte aus Wellblech oder kleine Betonhütten. Hier wohnt die einheimische Bevölkerung, in der ganzen Region etwa 300 000 Menschen. Auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied zu sehen zwischen diesen Behausungen und denen des Flüchtlingslagers, das auf der anderen Straßenseite beginnt. Dort leben eine Million Rohingya – Flüchtlinge, die von der Welt vergessen wurden.
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