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Feminismus und Islam
Mit dem Koran für mehr Frauenrechte

Die marokkanische Ärztin Asma Lamrabet gilt als eine der wichtigsten Feministinnen Nordafrikas. Sie streitet für einen liberalen Islam. Nicht die Verse im Koran seien frauenfeindlich, sagt sie. Männliche Gelehrte machten sie dazu.
von Claudia Mende vom 27.02.2025
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Weiblich und selbstbewusst: Gerade junge Frauen suchen nach einem Islamverständnis, das zu einer offenen Gesellschaft passt. (Foto: istockphoto/Oleh Slobodeniuk)
Weiblich und selbstbewusst: Gerade junge Frauen suchen nach einem Islamverständnis, das zu einer offenen Gesellschaft passt. (Foto: istockphoto/Oleh Slobodeniuk)

Asma Lamrabet hat einen sehr französischen Ort für das Treffen in der marokkanischen Hauptstadt Rabat vorgeschlagen. Das Café Paul Prestigia im Universitätsviertel ist bekannt für seine leckeren Baguettes und Croissants. Männer sitzen vor ihrem Espresso; Studentinnen unterhalten sich kichernd. Ich halte Ausschau nach einer Frau mit Kopftuch, so habe ich die Bilder von Lamrabet im Netz gesehen, der führenden islamischen Feministin Marokkos, wenn nicht gar Nordafrikas. Doch als sie kommt, erkenne ich sie zunächst nicht. Mit ihrer großen Sonnenbrille, dem schwarzen Pullover und elegantem Seidentuch strahlt sie eine zurückhaltende und zugleich selbstbewusste Eleganz aus. Sie trägt kein Kopftuch.

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