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Nie mehr zu Tönnies

Wer krank ist, dem wird gekündigt: Bulgarische Leiharbeiter berichten von ihrer Arbeit in der deutschen Fleischindustrie. Und warum sie trotz allem ihre Heimat verlassen und Arbeit in Deutschland suchen.
von Frank Stier vom 03.08.2020
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(Zeichnung: Mester)
(Zeichnung: Mester)

Als im Fleischunternehmen Tönnies Covid-19 ausbrach, kehrten etliche rumänische und bulgarische Leiharbeiter, so schnell es ging, in ihre Heimat zurück. »Wir haben uns vor Ansteckung gefürchtet und sind deshalb heimgekehrt«, sagte Rumen Sachov Reportern des bulgarischen Fernsehsenders bTV. Zusammen mit seiner ebenfalls bei Tönnies beschäftigten Frau und einem weiteren Kollegen wartete er die Ergebnisse ihres im Tönnies-Werk gemachten Covid-19-Tests nicht ab, sondern fuhr mit einem Kleinbus heim in das Romaviertel der Kleinstadt Belitsa im bulgarischen Rila-Gebirge. »An den Grenzen fragte uns niemand, woher wir kämen«, berichtet er. Als er kurz darauf positiv auf Covid-19 getestet wurde, mussten er und seine Frau für zwei Wochen in Quarantäne.

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