Zur mobilen Webseite zurückkehren

Handel mit Iran
Scheinfirmen für die Mullahs

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Irans in der EU. Die Unternehmen liefern vor allem humanitäre Güter und Maschinen, die nicht sanktioniert sind. Doch das Regime findet Wege, auch sanktionierte Güter zu beschaffen.
von Ulrike Scheffer vom 30.01.2026
Artikel vorlesen lassen
 Wer es sich leisten kann, fährt auch in Iran gern ein deutsches Auto. (Foto: PA / Farshid-Motahari Bina)
Wer es sich leisten kann, fährt auch in Iran gern ein deutsches Auto. (Foto: PA / Farshid-Motahari Bina)

Die Antworten kommen überraschend schnell. Wer deutsche Firmen nach ihren Geschäftsbeziehungen zu Iran fragt, muss nicht lange auf Auskunft warten. »Siemens ist in Iran geschäftlich nicht präsent und liefert aktuell nichts an Iran«, schreibt ein Sprecher des Unternehmens. Bei BASF ist es schon komplizierter: »Aktivitäten von BASF in Iran beschränken sich auf humanitäre Bereiche wie Landwirtschaft, Pharmazeutika, Lebensmittel, Tierernährung sowie Haushalts- und Körperpflege.« Doch besitzt die iranische Armee nicht auch deutsche Waffen? Rheinmetall stellt umgehend klar, dass das Unternehmen »nicht involviert war«, als Iran eine Lizenz zum Bau eines Rheinmetall-Maschinengewehrs erhielt. Die Lizenz sei Ende der 1960er-Jahre auf Wunsch der damaligen Bundesregierung an ein deutsches Bundesunternehmen vergeben worden, das die Produktion in Iran aufgebaut habe.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0