Zehn Jahre Flüchtlingssommer
Was aus dem dünnen Jungen im Zug geworden ist
von
Christoph Fleischmann
vom 07.08.2025
Herkunft und Halt: Selam ist gläubiger Christ.(Foto: Achim Pohl)
Es war leicht, ein guter Mensch zu sein, im kurzen Sommer der Anarchie an den deutschen Grenzen: Wir kamen im Herbst 2015 aus dem Familienurlaub aus Italien. Im Zug von Brixen nach München saß ein Schwarzer Junge in einer zu großen Jacke auf einem der Plätze, die wir reserviert hatten. Ein Flüchtling, das war klar. Wir versuchten, mit Englisch Kontakt aufzunehmen; erfuhren, dass er aus Eritrea kam, waren aufgeregt, weil wir nicht wussten, was passiert.
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Datum der Erstveröffentlichung: 05.08.2025

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