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Landwirtschaft
»Wurzelgemüse ist ein Anti-Aging-Produkt«

Hier darf die Möhre krumm sein: Juliane Fengler (49) arbeitet in einer solidarisch organisierten Gärtnerei am Stadtrand von Greifswald.
von Anke Lübbert vom 18.11.2024
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Anstrengend, aber meistens erfüllend: Juliane Fengler bei der Arbeit auf dem Acker. (Foto: Anke Lübbert)
Anstrengend, aber meistens erfüllend: Juliane Fengler bei der Arbeit auf dem Acker. (Foto: Anke Lübbert)

Meine Arbeit ist hart. Es gibt Tage, die gar kein Ende nehmen. Im Sommer arbeiten wir oft 60 Stunden in der Woche. Wenn ich im Winter in Wind und Kälte auf dem Feld stehe und Rosenkohl pflücke, finde ich meinen Job eher doof. Aber meistens fühlt es sich trotz niedrigem Lohn und harter Arbeit okay an. Weil es sinnvoll ist. Zusammen mit meinem Mann habe ich vor zehn Jahren in Greifswald eine solidarische Landwirtschaft gegründet. Das ist eine Gärtnerei, die von den Ernteteilern, wie wir unsere Mitglieder nennen, getragen wird. Mit gut neun Hektar Land versorgen wir etwa 500 Menschen mit regionalem, ökologisch angebautem Gemüse. Anders als es auf dem freien Markt wäre, können wir sicher planen, weil die Mitgliedsbeiträge verlässlich kommen. Unabhängig davon, wie viel wir ernten und wie krumm das Gemüse wächst.

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