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Das Tauziehen von Fulda

Die deutschen Bischöfe wissen, dass es so nicht weitergehen kann. Welche Optionen haben sie, um die katholische Kirche aus der Krise zu führen?
von Michael Schrom vom 01.10.2019
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Verstehst Du, was ich meine? Kardinal Marx diskutiert mit einer Demonstrantin vor dem Dom (Foto: pa/Rumpenhorst)
Verstehst Du, was ich meine? Kardinal Marx diskutiert mit einer Demonstrantin vor dem Dom (Foto: pa/Rumpenhorst)

Es ist noch früh am Morgen, als die Glocken des Fuldaer Doms die Bischöfe zum Gottesdienst rufen. Begleitet von Orgel und Trompete, singen sie das Lied »Morgenglanz der Ewigkeit«. Dessen vierte Strophe lautet: »Christus, wenn der Himmel brennt / führ uns heim aus dem Gericht / in dein Licht.« Wer immer dieses Lied ausgesucht hat, einen treffenderen Kommentar zur Lage kann man sich kaum vorstellen. Zwar brennt der Himmel über Fulda nicht, wohl aber die Kirche in Deutschland. Beim Auftakt der Konferenz trommelten Frauen. Am Ende demonstrierte die Katholische Junge Gemeinde. Beide eint der Frust, dass ihre Kirche die gesellschaftlichen Standards von Gleichberechtigung, Partizipation und Transparenz ignoriert (vgl. Interview S. 28).

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