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USA
Die religiöse Verrohung

Donald Trump verändert auch die religiöse Gesellschaft in den USA. Seit er die Republikaner dominiert, gewinnt das militante Christentum an Einfluss. Vor der Wahl werden identitäre Debatten geführt – jenseits von Glaubensfragen.
von Massimo Faggioli vom 05.11.2024
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»Donald Trump hält sich für einen Messias, auch wenn er es mit der Bibel nicht so genau nimmt« (Foto: PA/AP/Jason Behnken)
»Donald Trump hält sich für einen Messias, auch wenn er es mit der Bibel nicht so genau nimmt« (Foto: PA/AP/Jason Behnken)

Soziologisch gesehen sind die USA immer noch das religiöseste Land in der westlichen Welt. Das Christentum ist dominant und nicht selten politisch militant aufgeladen. Doch im Nordosten, im Nordwesten, an der Westküste, in den Städten und unter den intellektuellen und akademischen Eliten kommen immer weniger Menschen in die Kirchen, vor allem weniger junge. Die Säkularisierung schreitet voran. Weil es zwar eine verfassungsmäßige Trennung zwischen Kirche und Staat, aber keine Trennung zwischen Religion und Politik gibt, ist jede amerikanische Wahl auch eine Bestandsaufnahme über die Rolle der Religion im öffentlichen Raum. So werden die Wahlen im November nicht nur für die politische Zukunft sehr bedeutsam sein, sondern auch Einblicke in das religiöse Selbstverständnis ermöglichen.

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