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Religion im Säkularismus
Fehlt da was?

Was erwarten sich Menschen heute vom Glauben, und was kann er bieten? Eine nüchterne Bestandsaufnahme von Religion und Kirchen in säkularen Zeiten.
von Jan Loffeld vom 05.07.2025
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Allein in der Kirche: Wer heute zum Glauben findet, tut das aus sehr individuelle Weise (Foto: IMAGO Images / Funke Foto Services / Konopka)
Allein in der Kirche: Wer heute zum Glauben findet, tut das aus sehr individuelle Weise (Foto: IMAGO Images / Funke Foto Services / Konopka)

Wer ein Monopol innehat, kann laut Definition sicher sein, der einzige Anbieter für ein von allen nachgefragtes Produkt zu sein. Mit diesem Bild kann man vielleicht – bei aller Begrenzung eines Metapherntransfers zwischen Ökonomie und Religion – auch die derzeitige Transformation des Christentums verstehen. War lange klar, dass Religion und Kirche unbedingt zu einem geglückten und sinnerfüllten Leben dazugehören, ist genau dieses Monopol heute brüchig. Einmal sagen zunehmend viele Menschen, sie seien glücklich, auch ohne religiös zu sein; in den am meisten säkularisierten Ländern leben laut Umfragen sogar die glücklichsten Menschen. Zugleich gibt es andere Anbieter, die Glück und Sinn mindestens ebenso erfolgreich vermitteln.

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