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Gläubig sind immer die anderen

Das deutschsprachige Theater macht es sich sehr einfach mit der Religion. Warum eigentlich?
von Dirk Pilz vom 08.09.2017
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Eine Ausnahme in der Theaterlandschaft: Das Stück »Martinus Luther«, hier  im Münsteraner Stadttheater, bietet eine differenzierte Auseinandersetzung mit Glauben und Religion  (Foto: Oliver Berg/Theater Münster)
Eine Ausnahme in der Theaterlandschaft: Das Stück »Martinus Luther«, hier im Münsteraner Stadttheater, bietet eine differenzierte Auseinandersetzung mit Glauben und Religion (Foto: Oliver Berg/Theater Münster)

Anfang des Jahres hat Jette Steckel am Deutschen Theater Berlin eine Inszenierung unter dem Titel »10 Gebote« uraufgeführt. Das Stück versammelte elf kürzere, sehr unterschiedliche Texte gegenwärtiger Dramatiker und Theaterautorinnen, die sich an Assoziationen zum Dekalog versuchten. Dazu ein elftes Gebot, in dem der Herrgott im Puschelkostüm auftrat. Ein putziger Geselle, der sein Tun und Schaffen bereut: »Ihr seid die maximale Sackgasse!«, rief er den Zuschauern zu. »Wieso habe ich Euch zu solchen Freaks gemacht?« Das ist lustig, Gottesselbstbemitleidungen waren immer schon unterhaltsam. Der besondere Witz dieses Gottes-Monologs war dabei, dass er ein Gebot für den Schöpfer formulierte: »Du sollst dich nicht verheben.«

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Schlagwörter: Glaube Religion Theater
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