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Bekenntnisse in den Religionen
Mein Bekenntnis als Buddhistin

Die Tibetologin und buddhistische Nonne Carola Roloff beschreibt zum Auftakt unserer Reihe »Glaubensbekenntnisse jenseits des Christentums« die Vier Edlen Wahrheiten als Weg zur Beendigung des Leids.
von Carola Roloff vom 03.11.2025
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Die Tibetologin und buddhistische Nonne Carola Roloff, Hamburg (Foto: Carola Roloff/Jampa Tsedroen)
Die Tibetologin und buddhistische Nonne Carola Roloff, Hamburg (Foto: Carola Roloff/Jampa Tsedroen)

Christliche Glaubensbekenntnisse wurden über Jahrhunderte in Konzilien ausgehandelt, oft mit Konflikten, manchmal unter politischem Zwang. Der Buddhismus kennt keine allgemeinverbindlichen Glaubensdogmen. Wohl aber gab es seit der Frühzeit »Konzile«, die Rezitationen, Ordensdisziplin und kanonische Fragen betrafen: Was gilt als verbindlicher Textbestand, wie wird er überliefert und redigiert? Zugleich gibt es im Buddhismus keinen einzelnen Kanon, sondern mehrere Sammlungen in verschiedenen Sprachtraditionen – vor allem Pāli, Sanskrit/Prakrit, Chinesisch und Tibetisch. Die Beschlüsse der Konzile zielten auf Einigung und spirituelle Praxis, nicht auf dogmatische Unfehlbarkeit. Mein Bekenntnis ist daher kein Dogma, das unhinterfragt übernommen werden müsste, sondern Ausdruck einer Haltung, die in kritischer Reflexion und gelebter Praxis Gestalt annimmt.

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Schlagwörter: Bekenntnis Buddhismus Ethik
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