Mission impossible
Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten. Und wir schlossen die Augen. Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt: Wir hatten die Bibel und sie das Land.« Diese populäre afrikanische Redensart beschreibt Mission aus der Sicht der Missionierten. Die Missionare haben demnach nicht nur die Bibel und damit das Christentum nach Afrika gebracht, sondern Raum eingenommen. Mehr Raum, als ihnen zusteht – im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Denn die europäisch geprägte Theologie dominiert bis heute. Etliche Theologinnen und Theologen fordern daher, diese zu provinzialisieren. Doch was heißt das? Und wie geht ein Perspektivwechsel?
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Das koloniale Erbe
