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Nigeria
Überall wird Hass geschürt

Davis Mac-Iyalla sprach sich gegen Homophobie in Nigeria aus und wurde dafür verprügelt. Die Kirche schützte ihn nicht.
vom 30.12.2019
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Die Kirche wusste, dass ich schwul bin. Es war ein offenes Geheimnis. Vor meinem Coming-out sang ich im Chor, war Mitglied der Synode und auch sonst gut in der Kirche integriert. Zu dieser Zeit war ich Lehrer. Die Leute sahen meine Leistungen mehr als meine Sexualität. Solange ich nicht offiziell darüber sprach, schien das für niemanden ein Thema zu sein. Die Probleme begannen 2005, weil ich damals öffentlich die religiösen Führer dafür kritisierte, wie sie mit Homosexuellen umgehen. Ich wollte mit meiner Meinung nicht mehr länger hinter dem Berg halten. Der einzige Weg nach vorne schien mir, klar und offen gegen Diskriminierung und Kriminalisierung von Homosexualität einzutreten. Doch damit setzte ich mich einer Reihe von gewalttätigen Angriffen aus. Ich wurde verprügelt, beleidigt, ausgeschlossen. Statt mich zu schützen, sagten die Kirche und meine Gemeinde, ich könne nicht mehr Mitglied sein, weil das, was ich tat, böse sei und ich in die Hölle kommen würde.

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