Zur mobilen Webseite zurückkehren

Der Gott von gestern

Den Kirchen wurde während des Lockdowns Ängstlichkeit und Staatstreue vorgeworfen. In Wahrheit zeigt die Corona-Krise, dass sie nichts zu sagen haben. Dies liegt an überholten Gottesbildern und Denkmodellen
von Christiane Bundschuh-Schramm vom 10.07.2020
Artikel vorlesen lassen
Das Bild von Gott als manchmal liebender und manchmal zornig prüfender Vater ist kaum geeignet, um Krisen wie die Covid-19-Pandemie religiös zu bewältigen. (Foto: akg-images / Joseph Martin (Gemälde von Paolo Veronese; istockphoto/subjob)
Das Bild von Gott als manchmal liebender und manchmal zornig prüfender Vater ist kaum geeignet, um Krisen wie die Covid-19-Pandemie religiös zu bewältigen. (Foto: akg-images / Joseph Martin (Gemälde von Paolo Veronese; istockphoto/subjob)

Die Kirchen haben in der Corona-Krise versagt. Dieser Vorwurf, den unter anderem die ehemalige thüringische Ministerpräsidentin Christiane Lieberknecht formulierte, hat in den vergangenen Wochen großes Aufsehen erregt (vgl. Publik-Forum 12/20, S. 8). Doch die eigentliche Frage lautet nicht, ob die Kirchenführer zu staatstreu oder zu ängstlich waren, ob sie zu schnell auf die Feier von Gottesdiensten verzichtet haben oder ob die Pfarrerinnen, Gemeindeleiter, Priester und Pastoralreferentinnen vor Ort kreativ genug waren, um unter den gegebenen Bedingungen gute Seelsorge zu leisten. Die wirklich spannende und beunruhigende Frage lautet: Was trägt der christliche Glaube inhaltlich zum Aushalten der gegenwärtigen Krise bei? Was hat er an religiösen Bewältigungsstrategien zu bieten?

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0