Meinung
Bloß nicht in die Nato
Die Entscheidung der Nato, die Ukraine vorerst nicht in das Bündnis zu lassen, hat nicht nur bei Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskij Frustration ausgelöst. Auch deutsche Kommentatoren kritisierten das Bündnis heftig. Es sei zu träge, zu ängstlich und würde so die Ukraine im Stich lassen und verhöhnen. Diese Reaktion ist verständlich, vor allem seitens der Ukraine. Der Aggressor Russland wütet weiterhin im Land, hält noch immer große Teile besetzt und scheint nicht von seiner Wahnidee abzukommen, das Nachbarland besiegen zu müssen. Andererseits kommt die ukrainische Gegenoffensive nicht wirklich voran, die russischen Panzersperren scheinen kaum überwindbar, das schreckliche Sterben an der Front geht weiter und weiter. Und doch weigert sich der Westen, das Tor zum Bündnis und der dort erhofften Sicherheit zu öffnen.
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