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Erinnerungskultur
Das Erbe des Holocaust

Nur noch wenige können selbst vom Überleben erzählen. Zum ersten Mal zeigt eine Ausstellung, wie sich ihre Nachkommen mit dem familiären Gedächtnis auseinandersetzen. Die Enkelgeneration kennt die Shoah nur aus Geschichten. Doch mit dem 7. Oktober kehrte das Trauma zurück.
von Anne Strotmann vom 16.08.2025
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Entwurzelt: Mirta Kupfermincs »En Camino« zeigt die Last der Nachfahren © Mirta Kupferminc, 2001. (Foto: Pablo Messil)
Entwurzelt: Mirta Kupfermincs »En Camino« zeigt die Last der Nachfahren © Mirta Kupferminc, 2001. (Foto: Pablo Messil)

Auf den ersten Blick wirkt es wie eine farbenfrohe Tapete für ein Kinderzimmer, ein Wimmelbild aus Cartoonfiguren, die Muster bilden. Schaut man genauer hin, sind die Bilder beunruhigend: Ein Kleinkind in gestreifter KZ-Häftlingskleidung umklammert die stacheldrahtumrankten Eisenstäbe seines Bettchens, über dem »Arbeit macht frei« steht. Auf einem anderen Bild träumt ein Kind, von gesichtslosen Uniformierten gejagt zu werden.

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