Der Reiz der Verschwörungstheorien
Eine promovierte Biologin weiß für gewöhnlich, welche Risiken die Teilnahme an einer Impfstudie birgt. Dass dazu auch gehört, den eigenen Tod dementieren zu müssen, damit hatte Elisa Granato nicht gerechnet. Doch die Nachricht, die 32-jährige Mikrobiologin sei kurze Zeit nach der Injektion eines potenziellen Corona-Impfstoffs gestorben, machte schnell die Runde in den sozialen Medien – verbreitet von einer unseriösen Nachrichtenagentur. Schuld an ihrem Tod seien die Impfindustrie oder der »Impfmissionar« Bill Gates persönlich. Schließlich meldete sich die für tot erklärte Probandin höchst lebendig in der BBC und auf Twitter zu Wort; auch das britische Gesundheitsministerium dementierte die Falschmeldung.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden

Die Corona-Krise
