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Ukrainische Geschichten (Teil 4)
Erinnerung an die Verbindung zu Europa

Leben auf den Trümmern des Sozialismus, Erinnern und verordnetes Vergessen, Heimat und Krieg, Identität an der Grenze: Um all das geht es in der Literatur. Unter »Ukrainische Geschichten« stellen vier Menschen Bücher vor, mit denen sie das Land und seine Menschen tiefer verstanden haben.
von Oxana Matiychuk vom 30.04.2022
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Tanja Maljartschuk: Blauwal der Erinnerung. Übersetzt von Maria Weissenböck. Kiepenheuer & Witsch (2019). 288 Seiten. 22 € (Foto: pa/Karl Thomas)
Tanja Maljartschuk: Blauwal der Erinnerung. Übersetzt von Maria Weissenböck. Kiepenheuer & Witsch (2019). 288 Seiten. 22 € (Foto: pa/Karl Thomas)

Eines vorab: Tanja Maljartschuks »Blauwal der Erinnerung« ist kein Kriegsbuch, und die Leserinnen werden nicht mit Bildern und Beschreibungen konfrontiert, von denen sie gegenwärtig in den Medien mehr als genug haben. Es hilft jedoch zu verstehen, warum es diesen Krieg mitten in Europa gibt und worum es der ukrainischen politischen Nation in diesem Krieg geht – ohne definitive Antworten darauf zu liefern. Der Roman gewährt Einblick ins Leben zweier Menschen, die eigentlich so gut wie nichts verbindet, und in die historischen und gesellschaftlichen Hintergründe ihrer jeweiligen Zeit.

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