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Corona und der Geist der Freiheit

Lockdown oder Lockerung – Welche Freiheit brauchen wir? Welche Freiheit ist human? Und was hat die Theologie in der emotionalen Debatte zu sagen?
von Michael Schrom vom 17.05.2020
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Der Mensch ist frei. Aber welche Freiheit ist menschlich? (Foto: Jakub Dvorak/Alamy Stock Photo)
Der Mensch ist frei. Aber welche Freiheit ist menschlich? (Foto: Jakub Dvorak/Alamy Stock Photo)

Freiheit! Endlich wieder Freiheit! Nach Wochen der Quarantäne und der sozialen Isolation wachsen die Sehnsucht und der Ruf nach Freiheit: die Freiheit, sich mit anderen zu treffen, ein Fest zu feiern, zu reisen, einen Gottesdienst, ein Konzert, ein Museum zu besuchen. Selbst Kinder entdecken die Schule neu als Ort der Freiheit vom Homeschooling ihrer Eltern. Die meisten Menschen haben die Einschränkungen der gewohnten Freiheiten in den vergangenen Wochen akzeptiert und sich an die Regeln gehalten. Nicht vornehmlich aus Angst oder Zwang, sondern »freiwillig«, aus Einsicht um das höhere Ziel und aus Solidarität mit den besonders Gefährdeten. Dafür waren sie bereit, Opfer zu bringen. Dies könnte man als ein Zeichen dafür werten, dass es so etwas wie Freiheit tatsächlich gibt, und dass sie sich gerade dann zeigt, wenn der Mensch nicht nur den eigenen Trieben, Wünschen und Impulsen folgt.

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