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Gerichtsverhandlung
Kurzer Prozess in Sachen Klima

Derzeit müssen sich viele Klimaaktivisten der Letzten Generation vor Gericht verantworten, weil sie Straßen blockiert haben. Unsere Autorin hat den Prozess gegen Anna Böck in Essen beobachtet.
von Mathea Willmann vom 06.04.2025
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Widerstand gegen das Weiter-So: Anna Böck bei der Straßenblockade. (Foto: Letzte Generation)
Widerstand gegen das Weiter-So: Anna Böck bei der Straßenblockade. (Foto: Letzte Generation)

Die Straße zum Essener Landgericht ist nicht schön, das Wetter auch nicht. Die Wolken an diesem Dienstag könnten nicht tiefer hängen, und die Stimmung im Gerichtssaal gleicht dem Wetter. Aber Anna Böck lacht. Obwohl sie nicht mehr als Pfarrerin, sondern als Verlagslektorin arbeitet, hat sie heute noch einmal ihre Amtskleidung angezogen, ein schwarzes Collarhemd. Weil Böck im Sommer 2023 an einer Straßenblockade der Letzten Generation teilgenommen hat, steht sie vor Gericht. Festgeklebt hat sie sich nicht. Sie saß nur dort, mit weiteren Aktivisten, bis die Polizei sie weggetragen hat. Nun droht ihr eine Geldstrafe von zwei Monatsgehältern. »Ein bisschen nervös bin ich schon«, gibt sie zu, »aber vor allem freue ich mich, dass es endlich so weit ist. Das ewige Warten macht einen fertig.« Die Gerichtsverhandlung hätte schon vor einem halben Jahr stattfinden sollen. Sie wurde verschoben, weil die Richterin krank war.

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