Der Sinnlosigkeit widerstehen
Nudeln und Klopapier bilden den letzten Schutzwall vor der Wirklichkeit – das könnte man in Zeiten von Covid-19 zumindest meinen. Der Anblick leerer Regale lässt die »Alles-ist-gut«-Illusion platzen, die wir alltäglich mühsam um uns herum errichten. Plötzlich entsteht eine Beunruhigung, vielleicht sogar eine ausgewachsene Angst, die uns mit einer Realität konfrontiert, die wir sonst gern verdrängen: Jeder von uns führt einen Kampf ums Überleben, den er irgendwann todsicher verlieren wird. Der Stillstand der Welt, die Unterbrechung des Alltags wirft uns in diesen Wochen zumindest kurzfristig zurück auf unsere nackte Existenz – und auf eine Weltwirklichkeit, der es völlig gleichgültig ist, ob wir existieren oder nicht.
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Aaron Langenfeld, geboren 1985, ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Vechta.

Die Corona-Krise
